Kanada – Welcome to Grizzly-Land VIII

Clearwater ist der perfekte Stopover, um im Wells Gray Provincial Park einen Stop einzulegen. Nach bereits 10km erwartete uns der erste Wasserfall – die Spahat Falls. Obwohl ich ungefähr wusste, wo der Wasserfall war, habe ich erst einmal die Einfahrt verpasst. Es lohnt sich also aufzupassen, da das Schild laut meiner Erinnerung wirklich erst genau auf Höhe der Einfahrt stand.

Als wir dann auf die Klippe zugelaufen sind und man den Abgrund hinunter schauen konnte, war ich absolut überwältigt. Mit solch einer doch überraschenden Dimension hatte ich nicht gerechnet. Ein schöner Spot, für welchen es sich lohnt einen kurzen Stop einzulegen.

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Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   30 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   2 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Unser nächster Halt waren die Moul Falls, welche etwas abgelegener waren. Man läuft knappe 3 km durch privates Gelände bis hin zum Wasserfall. Dabei erwartet einen die oder andere Überraschung, so dass uns nicht langweilig wurde.

Nehmt euch auf alle Fälle Mückenspray mit auf die Tour. Warum auch immer, waren die Biester dort besonders lästig. Ich hatte es im Voraus schon gelesen, aber bisher in Kanada keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dort dauerte es keine 5 min und man war komplett zerstochen.

Kurze Zeit später hörten wir dann ein Brummen, ein Tiergeräusch. War das etwa…ein Bär?! Für meine Freundin stand es natürlich sofort fest und es wurde die Bärenglocke ausgepackt. So richtig klang das meiner Meinung nach aber nicht danach. *Knack* Äste wurden neben uns zerbrochen. Oh shit…irgendwas war da wirklich unterwegs. Durch das dichte Unterholz konnten wir es jedoch nicht sehen.

*Muhhh* – kaum zu glauben, aber auf einmal kam eine Kuh mitten aus dem Gestrüpp…ich mein wir waren mitten in den kanadischen Wäldern und das letzte mit dem wir gerechnet hatten waren Kühe. Aber klar, die Geschichte mit dem Zaun und dass es sich eigentlich um Privatgelände handelt, macht sinn (welches man betreten darf). Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie wir gelacht haben! 🙂

Bei den Moul Falls angekommen, hat man wirklich einen mega Blick direkt von der oberen Klippe hinab. Danach muss man einen kurzen aber sehr steilen An-/Abstieg auf sich nehmen und kann direkt an den Wasserfall heran treten. Je nach Wassermengen kann man sogar hinter den Wasserfall. An diesem Tag jedoch kaum möglich. Trotzdem habe ich mich irgendwie an Island zurück erinnert gefühlt.

EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   18 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   1 s
ISO:   160     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Obwohl ich von der Location so begeistert war, zeige ich nur ein Bild. Das Licht war wirklich schlecht. Wettertechnisch wurden wir sogar mehr als verwöhnt und hatten Temperaturen, von welchem man im Sommerurlaub träumt…aber auch in Kanada? Da hätte es schon ein wenig kühler und bewölkter sein können 🙂
Für Landschaftsfotos war das Licht einfach zu hart.

Der wirklich bekannteste Spot im Wells Gray sind die Helmcken Falls. Perfekt touristisch ausgebaut, so dass man nur aus seinem Auto fallen muss und die perfekte Aussicht genießen kann. Auf der anderen Seite gibt es noch einen 3 km Trail (one way), welcher direkt an den Abgrund des Wasserfalls führt. Zeitlich war dies jedoch leider nicht mehr drin. Die Aussicht vom Hauptspot ist aber echt einfach der Hammer! Hach wie schöne wäre dies jedoch bei geilem Licht gelesen…
Dies war jedoch leider nicht drin, da ich ja auch einfach keinen reinen Fotourlaub gemacht habe.

EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   18 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   1/40 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Manual exposure

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Objektiv:   50.0 mm f/1.4     Brennweite:   50 mm
Blende:   f/5.6     Belichtungszeit:   1/320 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

So Leute, es standen noch ca. 300 km auf dem Plan, schließlich wollten wir endlich mal die Rockies erreichen. Der Weg war echt sehenswert und eigentlich fühlt man sich fast die gesamte Strecke von der Westküste in den Bergen. Wie dann die Rockies aussehen sollten, konnte ich mir noch nicht vorstellen.

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Objektiv:   70.0-200.0 mm f/2.8     Brennweite:   120 mm
Blende:   f/3.5     Belichtungszeit:   1/1250 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Und dann war es endlich soweit…Auf einmal taucht er vor einem auf, der 3954m hohe Felsblock Mt. Robson. Ich bin fast ausgerastet im Auto vor Begeisterung. Die Bilder bringen einfach nicht die Dimensionen rüber, aber ich habe die Handbremse gezogen und direkt die nächste Haltemöglichkeit gesucht. Es war einfach beeindruckend und ich habe lang im Nachhinein über diese Berge und ihre Geschichten nachgedacht. Im Mount Robson Provincial Park gibt es auch einen wunderschönen Mehrtagestrail, welchen ich mir hätte sehr gut vorstellen können, aber es ist einfach nicht alles zeitlich drin auf solch einer Reise,

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Objektiv:   50.0 mm f/1.4     Brennweite:   50 mm
Blende:   f/1.8     Belichtungszeit:   1/4000 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Manual exposure

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Objektiv:   70.0-200.0 mm f/2.8     Brennweite:   78 mm
Blende:   f/3.2     Belichtungszeit:   1/2500 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Wir hatten es geschafft und waren in Jasper in unserem Bed & Breakfast (nur ohne Frühstück) angekommen. Im Voraus hatte uns die Unterkunftssuche im Nationalpark wirklich viel Mühe gekostet. Dafür war es dann aber doch ganz in Ordnung und die nächsten 3 Nächte standen in Jasper an. Abends sind wir natürlich nochmal kurz durch den touristisch angehauchten Ort gezogen und haben uns noch ein leckeres Abendessen gesucht.

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