Milky Way

In den letzten Wochen in der Heimat war Neumond und super klare Nächte. Perfekt für die ersten Versuche für Aufnahmen von Sternenhimmeln. Da das Thema nicht einfach ist und man auch einiges an Erfahrung benötigt habe ich mich glatt 2x daran ausprobiert. Man sollte sich Orte mit möglichst wenig Beleuchtung suchen.

Also ging es beim ersten Mal ins Gebirge. Doch selbst da hat man oft Kunstlicht. Sei es von Straßenlaternen oder einzelnen Häusern. Als ich aus dem Auto stieg, war ich zuerst einmal überwältigt vom Anblick des atemberaubenden Himmels. Mein Ziel war es die Milchstraße mit aufs Bild zu bekommen. Eine der großen Schwierigkeiten war es zu dem bei fast vollständiger Dunkelheit das Motiv auszurichten. Man muss also am Anfang ein paar Testaufnahmen mit höchster ISO machen, um zu sehen was um einen herum überhaupt ist. Das erste Ergebnis war dann Folgendes Bild:


EXIF

Weiter ging es zum See. Insgesamt habe ich für jedes Bild ca. 10-15 Einzelbilder verwendet. Bei einer Belichtungszeit von 30 s benötigt dies dann natürlich insgesamt auch etwas an Zeit. Mittlerweile war es recht windig und es wurde kalt. Erstmal genug für die ersten Tests.


EXIF

Als ich dann die ersten Ergebnisse zusammengefügt hatte viel mir ein Fehler auf. Denn die verwendeten 30 s waren doch zu lang. Im Randbereich beginnen die Sterne schon zu verschwimmen, wodurch es auch zu Fehlern beim Zusammenfügen mit dem DeepSkyStacker kam. Dennoch waren die ersten Versuche beeindruckend. Das Thema gefällt mir, weshalb ich mich noch ein weiteres Mal daran ausprobieren wollte.

In einer der darauffolgenden Nächte bin ich also nochmal raus. Diesmal habe ich die Belichtungszeit pro Aufnahme auf 25 s reduziert, was bei einer Brennweite von 10mm am Crop wohl das Maximum darstellt.


EXIF

Bitte wundert euch nicht, dass bei den Bildern hier keine Exif’s vorhanden sind. Das Problem ist, dass die Fotos aus mehreren Aufnahmen bestehen, wie bereits erwähnt. Für die Einzelaufnahmen habe ich eine ISO von 1250 verwendet, wodurch es bei meiner D5000 auch zu nicht unerheblichen Rauschen kommt. Dafür bin ich mit den Fotos doch ganz zufrieden, vor allem da es sich um die ersten Versuche handelt.


EXIF

Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch ein paar mehr Aufnahmen in diese Richtung machen kann. Falls erwünscht, kann ich dann auch noch ein paar mehr Details zur Erstellung von Sternbildern schreiben. Ich hoffe euch gefallen die Bilder auch, für Tips & Anregungen bin ich aber natürlich offen.

Steve

12 Gedanken zu „Milky Way“

  1. Hi Steve,

    ich bin begeistert. Mir gefallen die Bilder. Das steht auch noch auf meiner To-Do Liste. Aber in der Stadt ist das wirklich nicht lohnenswert.
    Vielleicht habe ich ein Verständnisproblem, aber hast du 10 Aufnahmen á 25 sek. gemacht und die dann per Software zusammengefügt??

    Rheinländische Grüße,
    Marcel

    1. Hey Marcel,

      genau hier wurden pro Foto ca. 10-15 Bilder verwendet und jedes einzelne hat eine Belichtungszeit von 25 sek. Ich glaub ich werde den Artikel noch mal anpassen und die Entstehungsprozedur etwas genauer erläutern! Ich setze mich Morgen ran 🙂

      Grüße Steve

      1. Hey Marcel,

        ich kann die Herangehensweise doch nicht direkt in diesem Artikel nachreichen, da das Thema sehr komplex ist und ich auch noch am Anfang stehe mich in einzuarbeiten. Daher möchte ich mal einen separaten Artikel dazu verfassen, sonst würde es hier den Rahmen sprengen! Falls du konkrete Fragen hast, kannst du auch mir natürlich auch so schreiben!

        Grüße Steve

  2. Schon mal Hut ab. Die Bilder sehen richtig genial aus. Auch die Bildkomposition gefällt mir sehr gut. Wenn du es nicht geschrieben hättest würde man nicht vermuten dass dies deine ersten beiden Versuche waren 😉
    Was mir noch gefallen würde: könntest du ein paar der Einzelbilder hochladen, sodass man sich als Laie vorstellen kann was der DeepSkyStacker aus dem ursprünglichen Material herausgeholt hat? Auf der Homepage gibt es zwar ein Beispiel, aber das bezieht sich mehr auf die Sterne selbst… oder gibt es im Landschaftsteil nichts zu gewinnen?

    1. Oh man…hallo Jens,

      sorry dass ich jetzt erst antworte, ich habs echt vergessen. Tut mir wirklich leid und sollte eigentlich nicht vorkommen! Da kommt mal einer der wenigen Kommentare und ich verpeils :/

      Aber erstmal auch vielen Dank für deinen tollen Comment! Da ich gerade eh ein bisschen Luft mit neuen Bildern hätte, könnte ich tatsächlich mal ein Tutorial zu dem Thema schreiben. Problem ist nur, dass ich es mit diesen Bildern machen müsste und leider noch keine neuen für das Thema habe! Ansonsten würde es hier auch den Rahmen in den Kommentaren sprängen! Ich setz mich mal dran 😉

      Grüße Steve

  3. Also fürs erste mal schon sehr gut, bei meinem letzten Versuch hatte sich leider der Mond entschieden am Himmel rumzuhängen. War natürlich viel zu hell 😀 Mich wundert’s, dass du bei 25 sek keine Striche siehst, liegt aber wohl an der niedrigeren Brennweite als bei mir. Sag mal, wie machst du denn deine Flatframes für den DeepSkyStacker? Ich werd es wohl demnächst wieder mal probieren, zu Hause ist es auch immer dunkel genug!

    1. Hallo Robert,
      danke für dein Kommentar. Der Mond kann tatsächlich ein Problem darstellen, das hab ich leider auch schon bemerkt^^
      Aber das gut ist, danach weiß man auf was man noch achten muss, wenn man mal die Wettervorschau checkt.
      Die Belichtungszeit hängt von der Brennweite ab ja..die Bilder sind alle bei 10mm entstanden. Ich weiß ja nicht wie viel du verwendet hast?
      Ich weiß grad gar nicht was genau die Flatframes waren? Man muss ja nicht alle Frames auch im DSS verwenden. Ich habe eigentlich nur Light- und Darkframes aufgenommen!

      Grüße

      1. Naja, die Flatframes sollten wohl komplett weiß sein, aber ich hab es das Letzte mal auch ohne gemacht…
        Ich hab leider kein 10mm Objektiv, aber in 2 Wochen ist Neumond und dann probier ich es wiedermal (wenn es nicht schneit :D)!

        1. Hm okay könnte man mal probieren mit den Flatframes, aber glaub ich werd erstmal weiter versuchen Motivgestaltung etc. in der Dunkelheit besser zu bekommen, dass ist erst einmal schwierig genug 😀
          Viel Glück schon mal in 2 Wochen, vielleicht komm ich auch zum Knipsen!

  4. Hi,

    klasse Fotos.

    Eine Frage habe ich aber: Wie fokussierst du in der Dunkelheit? Habe neulich nachts Aufnahmen gemacht und für den Autofokus war es zu dunkel. Manuell fokussieren ist aber auch nicht so einfach, wenn das Motiv sehr dunkel ist.

    Hast du einen Tip? Notfalls müsste man wohl tagsüber fokussieren und bis nachts die Einstellung beibehalten.

    Gruß

    Max

    1. Du solltest auf unendlich fokussieren. Wenn du Glück hast, dann ist bei dir der Anschlag unendlich (ist aber nicht immer so, weil noch etwas Spiel gelassen wird, damit der Autofokus nicht anschlagen kann, leider ist es dann wieder unscharf) oder das Objektiv hat eine Markierung für unendlich. Ansonsten wird es schwieriger. Versuche irgend ein weit entferntes Objekt zu finden und darauf zu fokussieren. Wenn du Live-View hast, dann nutz das zum ran zoomen und dann fokussieren…

      1. Hey Max,

        genau Robert hat ja auch schon ein paar Tipps gegeben.
        Bei Nacht ist es wirklich schwieriger zu fokussieren. Dein Autofokus wird fast immer nicht funktionieren. Es kommt aber auch ganz drauf an was du machen möchtest und wie dein Schärfebereich aussehen soll. Möchtest du auf ein bestimmtes Objekt, welches nicht weit entfernt ist fokussieren, dann kann man dieses auch mal mit einer Taschenlampe versuchen anzustrahlen, um dann den AF zu nutzen!
        Möchtest du dann aber zb. solche Landschaftsaufnahmen mit Sternen komplett scharf bekommen, dann fokussiere ich entweder auf unendlich oder zoome mir im LiveView ein helles Objekt heran (z.B. ein Stern oder eine andere Lichtquelle). Dann kannst du prima und in Ruhe mit dem MF arbeiten!

        Grüße
        Steve

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