Austesten – neue Filter

Endlich mal wieder neues Equipment 🙂
Ich habe mir 2 neue Filter besorgt:
– B+W zirkularer Polfilter Slim
– B+W 1000x Graufilter (ND 3.0)

Ich hatte zwar schon einen Polfilter, jedoch hat dieser nicht mehr auf meine neuen Objektive gepasst gehabt, da diese mit 77 mm und 72 mm einen deutlich größeren Filterdurchmesser haben. Für das System der Einschubfilter gibt es leider keine guten Lösungen von zirkularen Polfiltern, weshalb ich da wieder auf einen Schraubfilter setzen musste.
Die häufigsten Fragen, welche mich erreichen drehen sich um das Thema Filter, weshalb ich im Folgenden auch etwas detaillierter eingehen möchte und auch im Kopf schon ein kleines geplantes Tutorial habe 🙂

Warum habe ich mir die Filter gekauft und wozu benötigt man diese?

Polfilter
Der Polfilter sollte eigentlich in jedes Equipment gehören, vor allem für Landschaftsfotografen. Deshalb ist es auch ziemlich schwach von mir, dass ich mir erst nach über einem halben Jahr einen neuen gekauft habe. Sicherlich kann man auch darauf verzichten, jedoch kann man mit einem Polfilter, ein normales gutes Foto zu einem tollen, spektakulären machen!

Fangt ihr neu mit der Verwendung von Filtern an, dann kauft euch als erstes einen zirkularen Polfilter. Dieser ist zwei-geteilt und somit drehbar, was den Clou am Polarizer ausmacht. Ihr könnt dadurch selbst beeinflussen welches Licht (welche Wellenlängen) ihr in die Kamera lassen wollt. Effekte die ihr damit erzielen könnt sind das Vermindern oder Verstärken von Reflexionen, das Erhöhen der Sättigung oder auch blendendes Licht zu minimieren. Mit welchem anderen Filter kann man so viele tolle Sachen machen? Bringt eure Bilder zum Leben!
Viele kennen den Effekt wohl vom super dunkel blauen Himmel, doch man kann auch mit Wasser ganz tolle Effekte erreichen. So kann man durch das Verwenden eines Polfilters selbst beeinflussen wie stark die Wasseroberfläche reflektieren sollen. So kann man vorhandene Reflexionen auf dem Wasser entweder verstärken oder aber auch den Effekt so optimieren, dass man einen Ausgleich zwischen Reflexion und der durchsichtbaren Wasseroberfläche erhält.

Leider habe ich noch keinen guten Vergleich bisher, ist aber in Planung für ein weiteres richtiges Tutorial über Filter!

Zum Austesten war ich Gestern am See unterwegs. Ich wollte einfach die Filter testen, das Wetter war aber eher suboptimal. In den folgenden zwei Bildern habe ich jeweils mit dem Polfilter und einem 0,6 ND Grad Filter gearbeitet. Diesen habe ich zusätzlich verwendet, um den Himmel abzudunkeln und somit den Vordergrund länger belichten zu können. Als Ergebnis erhält man dann perfekt belichtete Bilder mit schöner Sättigung und auch Kontrast. Wie schon erwähnt war das Licht aber leider nicht soo toll, das Wetter könnte endlich mal wieder besser werden. Für 2-3min kam die Sonne zwar mal kurz heraus und hat schönes Licht gezaubert, aber das wars dann leider auch.


EXIF

Objektiv:   10.0-20.0 mm f/4.0-5.6     Brennweite:   10 mm
Blende:   f/11.0     Belichtungszeit:   2 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure


EXIF

Objektiv:   10.0-20.0 mm f/4.0-5.6     Brennweite:   10 mm
Blende:   f/14.0     Belichtungszeit:   1 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Tips zum Kauf:
Oft hat man ja mehrere Objektive und diese haben auch unterschiedliche Filterdurchmesser, wenn man Pech hat wie ich. Ich habe mir nun für mein größtes Objektiv den Filter gekauft (77mm), was leider auch am teuersten ist, aber mit Hilfe eines recht billigen Adapters kann ich nun den Filter für alle Objektive benutzen und muss mir nicht mehrere Kaufen.
Des Weiteren sollte man darauf achten, eventuell die Slim Bauweisen in Betracht zu ziehen. Arbeitet ihr im Weitwinkelbereich unter 18mm, so würde ich die Slim Varianten bevorzugen, da ihr somit die Vignettierung reduziert und es sogar noch möglich ist per Hand Verlaufsfilter davor zu halten. Ich habe dies Gestern mit 10mm getestet und die Vignettierung hielt sich absolut in Grenzen!

ND 3.0 – 1000x Graufilter
Auf diesen Filter habe ich mich extrem gefreut und wird bestimmt schnell zu meinem Liebling heranwachsen. Der 1000x Graufilter dunkelt das Bild so extrem ab, dass es sehr einfach ist sogar am Tag Langzeitbelichtungen von oft sogar Minuten anzufertigen (natürlich immer Abhängig vom Licht!). So lassen sich Touristenhochburgen schnell menschenleer zaubern oder das Meer in ein Schaumbad. Man sollte jedoch bewusst mit dem Einsatz umgehen, da man z.b. bei fließenden Gewässern bei einem solch starken Filter kaum noch Strukturen erhält, sondern nur eine verwaschene Suppe. Mehr auf das Thema Graufilter möchte ich hier jedoch nicht eingehen, sondern eher in einem extra Artikel, da dieser Filter auch schon sehr speziell ist und ich lieber mit den Grundlagen einsteigen möchte.

Leider war die Wolkenbewegung Gestern extrem langsam und das Gewässer auch kaum in Bewegung. Ich habe zwei Beispiele von dem Filter mitgebracht, weitere bessere werden aber in Zukunft folgen.


EXIF

Objektiv:   10.0-20.0 mm f/4.0-5.6     Brennweite:   10 mm
Blende:   f/16.0     Belichtungszeit:   167 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Da eben die Wolken nur sehr sehr langsam gezogen sind habe ich es mal auf die „Spitze“ getrieben und 10min lang belichtet. Währenddessen war Sonnenuntergang und die Lichtverhältnisse haben sich ständig verändert. Herausgekommen ist ein sehr interessantes Bild. Jedoch sind 10min schon extrem und der Chip der kleinen D5000 kommt qualitätsmäßig ordentlich an seine Grenzen.


EXIF

Objektiv:   10.0-20.0 mm f/4.0-5.6     Brennweite:   10 mm
Blende:   f/11.0     Belichtungszeit:   603 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick erhalten und freut euch auf das richtige Tutorial. Dabei möchte ich Vergleiche mit und ohne Filtern aufstellen. Jedoch wollte ich dafür auch ansprechende Beispiele bieten, weshalb ich es nicht mit diesen Bildern gemacht habe!

Grüße Steve

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