Kanada – Welcome to Grizzly-Land VI

Es war 6 Uhr als unser Wecker klingelte, unser großer Wandertag stand an. Das Ziel: Der Garibaldi Lake, besonders die Aussicht von der Panorama Ridge. Ein hartes Ziel, schließlich wollten wir an einem Tag hoch und wieder zurück. Dabei handelt es sich um eine Wanderung von ca. 36km + 1600hm.

Es gibt natürlich auch unterwegs CampingSpots, jedoch muss man sich seit 2016 mit genauem Datum anmelden, sonst hat man keine Chance. Wir hatten aber auch gar kein Camping-Zeug mitgenommen, da wir unsere Reise ja als Roadtrip mit Unterkünften geplant hatten.
Das Wetter sah am Morgen alles andere als optimal aus. Verschiedenste Webcams waren schon ab 1000m komplett Wolken verhangen und wir wollten auf 2200m. Tja, wir hatten aber nur den einen Tag, da es im Anschluss schon wieder weiter gehen sollte…was also tun?! Klar wir probierten es natürlich.

Wir waren früh genug am Parkplatz des Rubble Creek Trailheads und hatten hier keinerlei Probleme (Tipp: Früh vor Ort sein lohnt sich auf alle Fälle).
Das erste Wanderstück von ca. 6km ist nicht wirklich spektakulär. Hier macht man hauptsächlich Strecke und die ersten großen Höhenmeter. Danach teilt sich der Weg und man muss sich entscheiden. Panorama Ridge links oder „nur“ zum See rechts. Ich schaute meine Freundin an und wusste, dass es an diesem Tag nix werden würde. Das letzte Stück würde noch steiler und die Länge ist definitiv nicht zu unterschätzen.

Es war einer meiner Wünsche für die Reise…der Ausblick von der Panorama Ridge. Es wäre alles andere als ohne gewesen und den Kompromiss musste ich eingehen. Unser neues Ziel hieß also direkt zum Garibaldi Lake.

Nun kommt man auch das erste Mal raus aus dem Wald und muss nach der ersten Hürde natürlich erstmal die Aussicht genießen.

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.6     Belichtungszeit:   1/2500 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.6     Belichtungszeit:   1/4000 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Wie ihr seht hingen die Wolken noch wirklich tief…und ob man oben überhaupt etwas gesehen hätte, war zu diesem Zeitpunkt absolut unklar.

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.6     Belichtungszeit:   1/2500 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Also ab gehts…weiter zum See, es waren noch 3km und die hm hielten sich in Grenzen. Wieviel es genau waren, weiß ich gar nicht mehr. Ich persönlich empfand das Teilstück aber als deutlich angenehmer.

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.4     Belichtungszeit:   1/160 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Es wurde auch deutlich abwechslungsreicher, man ging an zwei kleineren Seen vorbei, musste über einige Bachläufe…so macht das Ganze doch auch erst Spaß 🙂

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.6     Belichtungszeit:   1/2500 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Wir hatten es geschafft und waren endlich angekommen und was soll ich sagen?! Es war fabelhaft. Zuerst viel uns die unglaublich türkise Farbe des Sees auf. Unsere erste Erfahrung mit den Kanadischen Gletscherseen.

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   1/80 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Die Lage dieses Sees ist unglaublich, eine Kulisse zum Niederknien. Umrandet von schneebedeckten Berggipfeln gerät man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Wanderung hatte sich bis hierher definitiv gelohnt! Zum Glück waren wir noch rechtzeitig angekommen und es war nicht viel los. Man fand ein ruhiges Plätzchen und konnte einfach nur genießen.

Fototechnisch war es nicht wirklich geil. Das Licht war extrem hart. Die Wolkendecke riss über den Tag sogar noch auf und die Sonne konnte all ihre Kraft zeigen. Aufgrund der Tageswanderung waren wir auch natürlich mitten am Tag vor Ort…was will man also erwarten?! Aber egal, schließlich ging es hier nicht um das Perfekte Foto (Das hätte ich nämlich von der Panorama Ridge gemacht :D).

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Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   35 mm
Blende:   f/10.0     Belichtungszeit:   1/125 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

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Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   29 mm
Blende:   f/10.0     Belichtungszeit:   4 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

EXIF

Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/2.0     Belichtungszeit:   1/4000 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.8     Belichtungszeit:   1/4000 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Wir waren einige Stunden vor Ort und es wurde immer voller und voller. Unglaublich wie viele Leute diese Wanderung bestritten, damit hatte ich nicht gerechnet. Okay es war Wochenende und wahrscheinlich fahren auch viele Einheimische aus Vancouver zum Ausgleich in die Natur (meine Vermutung). Wir waren nur erstaunt, wie viele Leute auch noch spät am Ende unserer Wanderung überhaupt den Weg erst begonnen hatten. Anhand des Gepäcks konnte man natürlich recht schnell erkennen, wer länger blieb oder ein wirklich ambitioniertes Ziel hatte. Sobald es dunkel wird, gab es noch immer Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt…das sollte man nicht unterschätzen.

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.4     Belichtungszeit:   1/3200 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.4     Belichtungszeit:   1/200 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Der Weg nach unten war deutlich entspannter und ich konnte noch mehr den Blick nach links und rechts genießen. Meine Frage…an was erinnern euch diese Bäume?!
Habt ihr zufällig den Film „Der Lorax“ gesehen?

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.8     Belichtungszeit:   1/250 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Wir hatten die Wanderung geschafft und waren sogar zu einer recht entspannten Zeit wieder zurück in Squamish. Da ich ein sehr aktiver Mensch bin, musste ich natürlich nochmal raus. In der Nähe gab es noch die Shannon Falls, welche man schon von der Straße aus sehen konnte. Ich schnappte mir also nochmal meine Ausrüstung und wollte den Wasserfall ablichten. Der Parkplatz ist beschrankt und wird von den Rangern geschlossen – so musste ich also immer ein Blick auf die Uhr haben, da mir nicht wirklich viel Zeit blieb.

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Objektiv:   35.0 mm f/1.4     Brennweite:   35 mm
Blende:   f/1.8     Belichtungszeit:   1/800 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Es ist nicht wirklich der spannendste Wasserfall und auch schwierig zu fotografieren. Zum Glück war um die Zeit schon nicht mehr viel los bzw. war ich wirklich fast allein.

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Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   35 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   6 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

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Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   26 mm
Blende:   f/9.0     Belichtungszeit:   5 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Auf dem Rückweg musste ich dann noch unbedingt ein Dokufoto von unserem Ford Edge machen. Für den Preis ein echt geiles Mietauto, da konnten wir uns echt nicht beschweren. Im Vergleich…für die Rate von 2 Wochen bekommt man auf Island in der Hauptsaison nicht mal für 2 Tage ein SUV 😀

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Objektiv:   24.0 mm f/1.4     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/1.8     Belichtungszeit:   1/320 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Beim Schreiben dieses Artikels ist mir mal wieder aufgefallen, wie cool es eigentlich ist seine Gedanken nach ein paar vergangenen Monaten niederzuschreiben. So kommen immer wieder die Erinnerungen hoch und die Reise bleibt irgendwie viel intensiver in Erinnerung. Ich hoffe zumindest, dass es euch nicht zu langweilig wird und ihr immer ein paar spannende Einblicke mitnehmen könnt?!

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