Island – Feuer, Eis und Dosenbier VIII

Nach einer mehr als aufregenden Nacht mit Polarlichtern, sollte direkt das nächste Highlight auf welches ich mich gefreut hatte anstehen. Wir sind natürlich nicht ohne Grund nach Husavik gereist, sondern speziell zum Whalewatching, wofür der Ort auf der ganzen Insel bekannt ist. Wenn wir hier auch noch Erfolg hätten, wäre die Reise schon jetzt perfekt für mich gewesen, da meine beiden Wünsche somit in Erfüllung gegangen wären. Die Veranstalter werben alle mit Erfolgsquoten >90%, ich müsste also schon sehr viel Pech haben…

Direkt am Morgen zur 2. Tour ging es los. Das Wetter war herrlich, richtig sommerlich für isländische Verhältnisse. Nach den letzten Tagen hatte ich mit riesigen Touristenanstürmen gerechnet, doch ich war echt positiv überrascht. Es war richtig familiär und gemütlich. Alle hatten mehr als genug Platz an Bord und schon konnte es los gehen. Während des Ausflugs erklärt die Crew natürlich viel über das Whalewatching und wonach wir alle Ausschau halten müssen – nämlich hauptsächlich nach dem Blow. Nach dem Ausatmen der Wale entstehen kleine Wolken über der Wasseroberfläche. Irgendwie hatte ich ja mit modernen Ortungssystemen gerechnet, aber die fahren tatsächlich nur nach Sicht…man lernt ja nie aus! 🙂

Mittlerweile waren 1,5h von der 3h Tour vergangen und man muss ja auch immer wieder zurück fahren. Bislang hatten wir leider keine Sichtung – natürlich kam langsam die Enttäuschung auf. Auch die 4 Delphine konnten mich nicht wirklich begeistern. Ich war doch zum Whalewatching gekommen!
Wir sind also wirklich ohne Sichtung wieder im Hafen eingetrudelt. Selbst die Crew war mit dieser Tour nicht zufrieden und so wurde uns ein kostenloser Gutschein für eine zweite Tour angeboten. Respekt – das nenne ich doch mal Kundenfreundlichkeit!

Nach einer kurzen Überlegung und einem Plausch mit der Crew entschlossen wir uns direkt die nächste Tour wieder mit raus zufahren. Man kann nie sagen, wann die Wale in die Bucht kommen…ob morgens, abends oder eben kurze Zeit später. Die Tiere sind ausschließlich hinter dem Futter her und dort wo es was zu Fressen gibt, sind auch die Wale. Nun gut…wir hatten eh nix konkretes geplant, also nix wie ab erneut aufs Meer!

Die erste Zeit der zweiten Tour sah leider auch nicht viel besser aus, bis wir einen Funkspruch eines anderen Bootes bekommen haben. Deutlich weiter draußen wurde eine Gruppe von Walen gesichtet. Unser Kapitän gab Vollgas – wir hatten noch einige Kilometer zu fahren. In der Nähe angekommen, heißt es dann Ausschau halten – wo seid ihr?!

Und dann kam endlich der Moment:

Buckelwaal Island
EXIF

Objektiv:   70.0-200.0 mm f/2.8     Brennweite:   200 mm
Blende:   f/7.1     Belichtungszeit:   1/1600 s
ISO:   100     Belichtungsmodus:   Auto exposure

Wir haben an dem Tag tatsächlich ein paar Buckelwale gesehen. Ich bin leider kein Tierfotograf, deswegen habe ich auch nur dieses eine Foto zum Zeigen. Aber als dann ein Wal auf einmal ca. 15 m  neben dem Boot ausatmete war ich viel zu aufgeregt, um brauchbare Bilder mitzunehmen! Dieser Moment wenn eines dieser Giganten in freier Wildbahn neben einem ist, ist einfach magisch.
Mehr als glücklich und zufrieden ging es dann nach 4h zurück. Die Crew hatte die Tour deutlich ausgedehnt, da wir nun endlich Wale gefunden hatten. Bei der Rückfahrt wird dann noch warmer Kakao und eine Zimtschnecke gereicht. Ich kann es dort also auf alle Fälle weiterempfehlen.

Island Route Tag8

Wenn wir uns beeilen, könnten wir es pünktlich zum Sonnenuntergang noch bis zum Godafoss schaffen und was soll ich sagen – es war eine Punktlandung. Die Sonne war gerade dabei hinter der Bergkette zu verschwinden. Ich schnappte mir meine Ausrüstung und sprintete mit meinem Equipment in der Hand vor zum Wasserfall. Die Location ist echt traumhaft gelegen und zum Abend hin auch super ruhig. Vor allem auf der Seite wo wir uns befanden, war so gut wie kein Mensch.

Sonnenuntergang Wasserfall
EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/9.0     Belichtungszeit:   1 s
ISO:   50     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Wasserfall Langzeitbelichtung
EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   22 mm
Blende:   f/8.0     Belichtungszeit:   20 s
ISO:   200     Belichtungsmodus:   Manual exposure

fineart Wasserfall
EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   35 mm
Blende:   f/6.3     Belichtungszeit:   5 s
ISO:   800     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Island
EXIF

Objektiv:   18.0-35.0 mm f/3.5-4.5     Brennweite:   24 mm
Blende:   f/5.6     Belichtungszeit:   30 s
ISO:   400     Belichtungsmodus:   Manual exposure

Wenn man sich an so einer Location befindet, hofft man natürlich auch ein kleines bisschen auf Nordlichter. Das wär schon der Hammer gewesen, leider sollte uns die dichte Wolkendecke keine freie Sicht gewähren. Für mich waren die letzten 24 h trotzdem ein voller Erfolg – der komplette Trip war bisher ein voller Erfolg!

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